Unsere Arbeitswelt steht nicht nur vor einer umfassenden Digitalisierung, sondern auch vor einem umfänglichen Wertewandel. Führungskräfte werden dabei vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Sie müssen lernen, neue Arbeitsmodelle zu meistern und nicht Anwesende wie auch Digital Natives und Analog Seniors gemeinsam zu führen. Macht- und Kontrollverlust ist eine unausbleibliche Folge.
Die Herausforderungen für Führungskräfte steigen. In diesem Zusammenhang wird derzeit häufig vom VUCA-Modell geredet. Dieses Modell fasst die zunehmende Volatilität (V), Unsicherheit (U), Komplexität (C) sowie Ambiguität (A) kurz zusammen, in welchem Führungskräfte Entscheidungen treffen müssen. Welche Herausforderungen treten dabei auf die Führungskräfte heran?
- Bisherige Steuerungen und Regelungen sind nicht mehr angebracht.
- Die abnehmende Planbarkeit verringern die Tauglichkeit. ergebnissichernder Managementwerkzeuge wie MbO und Controlling.
- Die klassische Linienhierarchie bricht auf.
- Entscheidungen und Macht von oben verlieren an Kraft und erreichen die Basis zu spät.
- Die Anzahl der Anspruchsgruppen nimmt zu.
In einem solchen Umfeld rascher Transformationen und widersprüchlichen Anforderungen gibt es zwei Arten der Führung: diejenige, die auf optimierte und koordinierte Arbeitsteilung durch strukturierte Hierarchien baut und damit Skaleneffekte optimiert. Dies bringt Controlling und Bürokratie mit sich. Oder eine Führung, die auf die Kraft dezentraler Einheiten vertraut, die gestärkt durch eine gemeinsame Vision und den Zugriff auf gemeinsame Ressourcen agiert, Chancen wahrnimmt und Herausforderungen meistert.
Was heisst dies für die Anforderungen an die Führung im 21. Jahrhundert?
- Das Arbeiten in beweglichen Führungsstrukturen, mit individueller Zeiteinteilung und wechselnden Teamkonstellationen. (Diversität und Flexibilität)
- Selbst organisierende Netzwerke (höhere Innovationskraft)
- Mit Abbau der Hierarchien bekommt die Führungskraft als Coach eine grosse Bedeutung. Mächtig ist künftig nur, was auf Resonanz trifft.
- Mehr Entscheidungsfreiräume und Eigenverantwortung an die Mitarbeitenden. (Empowerment)
- Bildung von autarken Teams mit klaren Zielen und Entscheidungskompetenzen.
Wir brauchen als Führungkräfte Persönlichkeiten, die Vertrauen aufbauen.