Algorithmen, digitale Netzwerke, Robotisierung…die Arbeitswelt der Zukunft ist – so scheint es – komplett durchtechnisiert. Doch Führung wird damit nicht obsolet, wird sogar noch wichtiger. Im Mittelpunkt stehen dabei jene Aufgaben und Kompetenzen, welche noch lange kein Roboter übernehmen kann.
Beziehungsintelligenz: Mit der Digitalisierung hält die Arbeit in Netzwerken Einzug. Es ist Aufgabe der Führungskräfte, solche Beziehungsnetzwerke aufzubauen und am Leben zu erhalten. Die Führungskräfte sind dafür verantwortlich, das Verhältnis der Netzwerkmitglieder zueinander zu stärken.
Emotionale Kompetenz: Die Führungskraft von morgen ist empathisch. Denn wenn Beziehungsmanagement als Führungsaufgabe an Bedeutung gewinnt, geht es nicht ohne emotionale Kompetenz. Nur mit der Fähigkeit, sich in andere hineinzudenken, lassen sich Beziehungen für alle Seiten positiv gestalten.
Kommunikationskompetenz: Nur, wer kommuniziert, kann mit seinem Gegenüber die passende Beziehungsform ausloten, seine Beziehungen stärken, Freiräume für das so wichtige Teilen und gemeinsame Entwickeln von Ideen, Gedanken, Visionen und Gefühlen schaffen und seinen persönlichen Blickwinkel erweitern. Mehr denn je gilt: Der Führungsjob ist in erster Linie ein Kommunikationsjob. Und die digitale Kommunikation braucht noch mehr Feingefühl als die analoge. Wichtig jedoch: Eine beziehungsstärkende Kommunikation kann nicht ausschliesslich digital stattfinden.
Die Fähigkeit, Orientierung zu geben: Die ständig wachsende Zahl und Breite der verfügbaren Informationen sorgt dafür, dass der Fokus verloren zu gehen droht. Unter diesen Bedingungen kommt es für Führungskräfte darauf an, in einer Welt der Schnelligkeit und Unverbindlichkeit ein Stück weit Verbindlichkeit zu schaffen. Und sie müssen auch in der Lage sein, Visionen zu formulieren und den Mitarbeitenden Sinnangebote zu machen.
Zur Persönlichkeitsmarke werden: Nur, wer es schafft, nach aussen konsistente Werte zu transportieren, darf darauf hoffen, sein Netzwerk hinter diesen Werten zu vereinen. Daher ist es für Führungskräfte wichtig, als Persönlichkeit mit bestimmten Werten wiedererkennbar zu sein, sich also eine eigene, unverwechselbare Identität aufzubauen. Dies schafft Berechenbarkeit und Vertrauenswürdigkeit – Aspekte, die in einer sich ständig wandelnden Umwelt für Mitarbeitenden emotional von hohem Wert sind.